Stadtarchiv
as Barther Stadtarchiv versteht sich als das Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner. Der wohl wertvollste Schatz ist eine Urkunde vom 17.04.1255, in der Jaromario II. Fürst zu Rügen, Barth erstmalig als Stadt benennt. Im Stadtarchiv befindet sich ein großer Fundus von Schriftstücken aller Art, welche die Barther Bürgerschaft sammelte und über die Jahrhunderte rettete. Allein der Bestand von Urkunden, Rezessen und Verträgen umfasst fast einhundertfünfzig Stück. Sie allein dokumentieren einen Zeitraum von über 500 Jahren. An Hand der nun über Jahrhunderte gesammelten Unterlagen der Stadt, kann ihr und das Schicksal ihrer Bürger nachvollzogen werden.

Sehr interessant sind die Unterlagen aus dänischer, schwedischer, französischer und preußischer Zeit, einschließlich vieler Angaben über Einwohner (aus den Steuerlisten seit ca. 1578 oder Bürgerbüchern in der Folgezeit). Von besonderer Bedeutung ist auch das Ratsherren und Bürgermeisterbuch, in dem z. B. die unten stehende Eintragung des Bürgermeisters Christoph Okell mit seiner Hausmarke vorhanden ist:
Der Barther Chronist Friedrich Oom schreibt über das Jahr 1653: "Im Archiv finden sich noch einige alte Cataster, und da man daraus die Größe und den Zustand der Stadt ziemlich kennen lernt...". Dieses Zitat belegt, dass auch das Barther Archiv schon eine eigene hundert Jahre alte Geschichte besitzt.
Natürlich wurde auch die erste Barther Zeitung seit ihrem Erscheinen 1848, wenn auch nicht immer vollständig, archiviert. Als Beispiel sei hier ein Auszug aus einer Barther Zeitung mit den Ergebnissen der Reichstagswahlen von 1871 bis 1884 gezeigt:
   
Seit 1990 wurde hauptsächlich Forschungsarbeit zur lokalen Geschichte des Nationalsozialismus betrieben. Zentrale Bezugspunkte sind dabei die authentischen, historischen Orte und Gedenkstätten in Barth, vor allem das Mahnmal für die Opfer des KZ- Außenlagers Barth und die Gedenkstätte für das Kriegsgefangenenlager Stalag Luft I. In diesem Zusammenhang wurde der Verein "Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e. V." gegründet.

Das Stadtarchiv beschäftigt sich mit Anfragen aus aller Welt. Hierzu zählen Auskünfte in der Genealogie, sowie alles Wissenswerte über Barth und seine bewegte Geschichte. Der gesamte Bestand wird ab dem Jahr 2002 digitalisiert, so dass der Zugriff für den Nutzer in Zukunft vereinfacht wird.

Zur Zeit liegt eine der Hauptaufgaben in der historischen Aufarbeitung und Archivierung bisher nicht gesichteter Unterlagen.

Seit dem Jahr 2005 werden auch die Achivalien und Verwaltungsakten des Amtes Barth-Land in den Bestand integriert. Die Hauptaufgaben liegen in der Einrichtung und Pflege der Verwaltungsakten. Weiterhin wird an der Digitalisierung der vorhandenen Daten in das Programm des Archivverbundes Mecklenburg-Vorpommern, "Ariadne", gearbeitet. Der historische Aspekt beschränkt sich in der Sichtung und Archivierung bisher unregistrierter Archivalien und der aktuellen Anfrage.

 


Kontakt zum Stadtarchiv:
Teergang 2
18356 Barth
Tel. 038231-37-140
Tel. 038231-37-154

Anprechpartner:
Frau Stephanie Mählmann

Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do. 8.00 - 12.00 Uhr
Di. auch von 13.30 - 17.00 Uhr
Mi. 8 - 12 Uhr (nach vorheriger Terminabsprache)
Fr. keine Sprechzeiten

Link: Ariadne-Recherche