Persönlichkeiten in der Barther Stadtgeschichte (Auswahl)
Maler Louis Douzette

Nachkomme einer Hugenottenfamilie, wurde 1834 in Tribsees als Sohn eines Malermeisters geboren. 1852 zog die Familie nach Barth. Der Vater besuchte in seiner Jugend in Berlin die Kunstakademie und unterrichtete seinen Sohn im Zeichnen. Louis erlernte den Beruf eines Stubenmalers.
Mit 21 Jahren geht er als Malergeselle 1856 nach Berlin und arbeitete bald als Dekorationsmaler. Im Berliner Museum kopiert er ein Landschaftsbild, sein Talent wurde entdeckt und das Bild findet schnell einen Käufer. In das Atelier des Landschaftsmalers Hermann Eschke wird Douzette aufgenommen und widmet sich vorrangig stimmungsvollen Mondscheinstimmungen.
Ihn führten Studienreisen nach Schweden und Paris. Trotzdem fühlte er sich der heimischen Landschaft immer besonders verbunden und kehrte 1886 nach fast dreißig Jahren nach Barth zurück. Die einmalige Landschaft inspirierte ihn zu vielen stimmungsvollen Bildern in Öl oder auch gezeichnet. 1886 wurde Douzette zum Professor ernannt, 1910 bekam er in Barth die Ehrenbürgerwürde. In seiner Geburtsstadt Tribsees erinnern das Geburtshaus und eine Straße, wie auch in Barth, an den großen Künstler.
Seine Gemälde hängen in der Nationalgalerie Berlin, in Dresden, Leipzig, Kiel, Rostock, Prag, Antwerpen, Melbourne und Sydney. Viele weitere Bilder befinden sich im Privatbesitz. Das Vinetamuseum Barth erwarb das Bild "Windmühlen im Mondschein". 24 Gemälde, im Besitz der Stiftung Pommern Kiel, werden im Jahr 2000 in das Pommersche Landesmuseum Greifswald überführt.

Lebensdaten

1834 Am 25. September 1834 kam Karl Ludwig Christoph Douzette genannt Louis als Sohn des Malermeisters Wilhelm Douzette und dessen Ehefrau Marie geb. Gerlach in Tribsees (Vorpommern) zur Welt.
1840 zog die Familie nach Franzburg, wo Louis Douzette nach Beendigung der Schule bei seinern Vater in die Lehre ging. Hier erhielt er auch seinen ersten Zeichenunterricht.
1852 übersiedelte die Familie nach Barth.
1856 entschloß sich Louis Douzette nach Berlin zu gehen, mit dem Vorhaben ein Künstler zu werden. Die ersten fünf Jahre verdiente er sich sein Geld als einfacher Malergeselle, nebenbei besuchte er Abend- und Sonntagsschulen.
1861 stellten sich ein berufliche Erfolge ein; Louis Douzette stieg zum Dekorationsmaler auf.
1863 nahm er privaten Mal- und Zeichenunterricht beim Berliner Marine- und Landschaftsmaler Hermann Eschke. Hier entstand die erste Mondscheinlandschaft
1864 Studienaufenthalt auf Rügen. Darüber hinaus nahm er seit diesem Jahr an den Berliner AkademieAusstellungen regelmäßig teil.
1865 heiratete der Künstler die Berlinerin Louise Donner, mit der er im Laufe der Ehe vier Töchter bekam. Studienreise nach Schweden.
1871 Reise an den Rhein und die Mosel
1878 Erste Parisreise. Hier lernte er die Malerschule von Barbizon kennen, die sein Werk in der Folgezeit beeinflussen sollten.
1880 Zweite Parisreise
1886 erhielt Louis Douzette aufder Jubiläunu-Kunstausstellung in Berlin die kleine Goldmedaille-
1889 Dritte Parisreise
1890 Tod seiner Frau.
1894 nahm Louis Douzette zum ersten Mal an der Großen Berliner Kunstausstellung teil.
1895 kehrte er endgültig in seine Heimatstadt Barth zurück.
1896 verleiht ihm die Berliner Akademie der Künste den Professorentitel.
1906 Zweijährige Studienreise nach Schweden, die Niederlande und England.
1910 Anläßlich seines 76. Geburtstages verlieh die Stadt Barth dem Künstler am 25. September das Ehrenbürgerrecht.
1924 am 21. Februar starb Louis Douzette im Alter von neunundachtzig Jahren. Er wurde auf dem Barther Friedhof bestattet.
Louis Douzette hinterließ ein Oeuvre das über 1700 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle umfasste.