Persönlichkeiten in der Barther Stadtgeschichte (Auswahl)
Peter Kreeft

Der Kapitän und Erfinder des geschlossenen Helmtaucheranzuges Peter Kreeft wohnte am heutigen Marktplatz Nr. 12 in Barth.

Der Tauchhistoriker Michael Jung sorgte mit seiner Entdeckung, dass es den Barther Taucheranzug bereits 35 Jahre vor der eigentlichen (weltweit bekannten) englischen Erfindung gab, für Aufsehen.

Im Sommer 1800 holte ein Taucher eine gesunkene Ladung Kupferbarren aus der Tiefe. Dieser Taucher und zugleich Erfinder war Peter Kreeft aus Barth. Lange hatte er an diesem Projekt getüftelt und dabei seine seemännischen Erfahrungen nutzen können. Kreeft war Schiffer, Reeder und Kaufmann, der in der Boddenstadt wohnte. Möglich ist, dass er die Ladung eines seiner Schiffe bergen wollte, das am gefürchteten Kap Darßer Ort gesunken war.

Die Erfindung Kreefts mutet nach heutigen Maßstäben sehr simpel an: Über eine Art Helm, der aus Eisenstangen gebogen wurde, zog er wasserdichtes Leder. Darin brachte er eine dicke Scheibe als Fenster an. Die Atemluft entwich nach unten aus dem am Helm sich anschließenden wasserdichten Segeltuchumhang. Die unter Druck zugeführte Luft kam durch eine Art Rückschlagventil.

Eine Vorführung des Taucheranzuges fand zwischen dem 18. und 23. Juli 1800 in Stralsund statt. Kreeft stolzierte mit schweren Bleischuhen auf dem Grund des Sunds herum.

Der Anzug wurde Ende der 1990er Jahre in Barth nachgebaut und seine Funktion bei den Barther Segel- und Hafentagen 2000 vorgeführt.
  Info:
Im Eiscafè Atlantis, am Barther Westhafen,
finden Sie eine kleine Ausstellung zum historischen Tauchen in Barth.