Persönlichkeiten in der Barther Stadtgeschichte (Auswahl)
Der Heimatmaler Max Blumenberg (03.12.1886 - 15.02.1969)

Max Blumenberg wird am 03.02.1886 in Franzburg als Sohn eines Buchhändlers geboren. Den Beruf des Malers erlernte er in Greifenberg an der Rega in Hinterpommern. Seit 1904 ist er als Dekorationsmaler in Stralsund, Stettin und Bromberg tätig. Er besuchte im Jahr 1910 die Kunstgewerbeschule in Berlin, lässt sich aber bereits 1911 in Barth als Malermeister nieder. Max Blumenberg war mit Johanna Gruel verheiratet und hatte eine Tochter.
1914 wird er im Ersten Weltkrieg an die Front berufen. Blumenberg wird schwer verwundet und nutzt seine Genesungszeit zum Besuch einiger Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Stettin. Seit dem Jahr 1917 ist er wieder an der Front und unter anderem in Verdun als Kriegsmaler tätig. 1918 werden seine Zeichnungen in Frankreich in einer Sonderausstellung präsentiert. Zurück in Barth erhält er 1921 und 1929 Preise für die Entwürfe einer Ehrentafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges in der St. Marienkirche und eines Kriegerdenkmals. 1929 wird er Mitglied im Pommerschen Künstlerbund und 1934 Mitglied der Reichskünstlerkammer. Ab 1938 ist Max Blumenberg nur künstlerisch tätig und schafft Gemälde mit seinen Lieblingsthemen „Der Wald und die Tiere“. 1951 wird er Mitglied des Verbandes bildender Künstler in der DDR. Seit 1952 unterrichtet er als Zeichenlehrer an der Berufsschule und der Ernst-Moritz-Arndt Schule in Barth. 1958 arbeitete er an der Gestaltung des Barther Marktbrunnens mit. Im Alter von 83 Jahren stirbt Max Blumenberg am 15. Februar 1969 und wird auf dem Barther Friedhof beigesetzt.

„Von den heute in unserer Stadt lebenden Künstlern ist zunächst Max Blumenberg zu nennen. Er hat viele Zeichnungen und Gemälde geschaffen, die heute in vielen Barther Häusern hängen. Der Wald und seine Tiere sind sein Lieblingsthema, das er mit großer Liebe künstlerisch gestaltet.“

(G. Howitz in Barth und die Kunst; 700 Jahre Stadt Barth; 1955)